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Jungstorch mit Kippflügel in Hohenferchesar gerettet

Am Vormittag des 19. Juni 2024 wurde in Hohenferchesar ein Jungstorch mit einer Fehlbildung am Flügel aus seinem Horst gerettet. Der Storch, der einen sogenannten Kippflügel hatte, wäre ohne Hilfe nicht flugfähig gewesen, berichtet Lars Gerdel vom Team des Storchennest Fohrde.

Gerdel erläuterte, dass er gemeinsam mit anderen Teammitgliedern zuletzt den Storchenhof Loburg besuchte, wo ihnen ein Storch mit ähnlicher Fehlbildung gezeigt wurde. Nach diesem Besuch fiel “Außenreporter” Peter aus dem Team des Storchennest Fohrde in Hohenferchesar ein Jungtier auf, das seine Flügel nicht richtig entfalten konnte. Schnell wurde klar, dass es sich um einen Kippflügel handelte.

In Absprache mit dem Storchenhof Loburg wurden die Rettungsmaßnahmen koordiniert. Eine spezielle Hebebühne wurde organisiert, da der Mast mit dem Horst 12 Meter hoch ist. Gemeinsam rückten das Team aus Fohrde und Storchenhof-Geschäftsführer Dr. Michael Kaatz am 19. Juni in Hohenferchesar an, um dem Jungstorch zu helfen. Ausgerüstet mit einem Kescher fuhren Kaatz und ein Mitarbeiter des Landkreises, der die Hebebühne zur Verfügung stellte, hoch zum Horst.

„Es ist eindeutig eine Fehlstellung“, bestätigte Dr. Michael Kaatz nach der Inspektion des Jungstorchs. Ein Kippflügel entsteht durch das schnelle Wachstum der Federn bei Jungvögeln, was dazu führt, dass die Sehne des Flügels falsch liegt und der Flügel absteht. “Diese Fehlbildung kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter eine zu hohe Kalorien- oder Proteinaufnahme, Vitaminmangel (insbesondere D und E), Manganmangel, Bewegungsmangel und ungünstige Bedingungen bei der Entwicklung im Ei”, lässt es sich auf der Homepage des Storchennestes Fohrde nachlesen. Das Gewicht der anfangs mit Blut gefüllten Federkiele zieht die Hand nach unten, was die Fehlhaltung fixiert und das Tier flugunfähig macht.

Wie der Storchenhof Loburg berichtet, wird der kleine Storch nun dort liebevoll versorgt. Es wird gehofft, dass die Fixierung des Flügels durch eine leichte Bandage noch rechtzeitig erfolgt, damit sich die Sehnen und Muskulatur richtig entwickeln können. Nur dann kann der Storch am Ende des Sommers wieder in die Freiheit entlassen werden.

Lars Gerdel richtete seinen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an “Außenreporter” Peter, der den Jungstorch entdeckt hatte, an Dr. Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg sowie an Herrn Kurjo vom Team Naturschutz der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Ein Video der Rettungsaktion vom Storchennest Fohrde

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Fotos: Lars Gerdel

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