Feuerwehr Tieckow informiert Anwohner über Notfallvorsorge
Am gestrigen Mittwoch fand im Seminarraum der Freiwilligen Feuerwehr Tieckow der dritte Infoabend der Feuerwehr statt. Nachdem bereits im Mai das Thema Erste Hilfe und im Juli der Umgang mit Rauchmeldern im Fokus standen, drehte sich diesmal alles um die Notfallvorsorge im Katastrophenfall. Zehn interessierte Anwohner aus Tieckow und dem benachbarten Fohrde waren gekommen, um sich über dieses wichtige Thema zu informieren.
Stefan Lennecke von der Feuerwehr Tieckow führte durch den Abend und begann mit der Frage, welche Gründe es für Katastrophen geben könnte. Gemeinsam mit den Anwesenden wurde eine Liste möglicher Szenarien erstellt. Zu den üblichen Verdächtigen wie Stromausfall, Sturm und Flut kam von Loreen Barnewitz aus dem Publikum noch die Pandemie als Ergänzung hinzu. „Schnee“, fügte Lennecke hinzu, was im Publikum für Lachen sorgte – mit dem Hinweis, dass der letzte Winter, in dem Tieckow von der Außenwelt abgeschnitten war, 1978/1979 stattfand, aber unmöglich ist ja bekanntlich nichts.
Im weiteren Verlauf des Abends ging es um die Bedeutung von Sirenensignalen und den Einsatz moderner Warnsysteme. „Da erst kürzlich der bundesweite Warntag stattfand, war dies ein passender Anlass, um über die verschiedenen Warnmöglichkeiten wie Warnapps, Fernsehen und Radio zu sprechen“, erklärte Lennecke. Als praktisches Beispiel hatte er ein spezielles Radio mitgebracht, das mit Taschenlampe ausgestattet ist und sich per Batterie, Kurbel oder Solar betreiben lässt.
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die richtige Bevorratung von Lebensmitteln und Medikamenten, um im Katastrophenfall gut vorbereitet zu sein. Lennecke betonte zudem die Wichtigkeit einer Dokumentenmappe mit den wichtigsten Papieren sowie eines Notfallrucksacks mit Kleidung, Trinkwasser und weiteren notwendigen Gegenständen für den Fall, dass das Zuhause schnell verlassen werden muss.
Zum Abschluss des Abends bedankten sich die Zuhörer für die zahlreichen praktischen Tipps und den informativen Vortrag.
Auf die Frage, warum die Feuerwehr solche Infoabende anbietet, erklärte Stefan Lennecke: „Nicht jeder wird sofort Mitglied in der Feuerwehr, auch wenn wir uns natürlich immer über neue Mitglieder freuen. Aber mit den Infoabenden können wir wichtige Themen an die Bürger herantragen, die uns am Herzen liegen.“
Der nächste Infoabend steht bereits fest: Am 6. November 2024 wird das Thema „Was macht eigentlich unsere Feuerwehr?“ im Mittelpunkt stehen.
Fotos: Julia Mahlow und Loreen Barnewitz

Julia Mahlow
Julia ist die Gründerin von Havelsee.de. Alles begann am 3. August 2007 unter dem Namen Stadt-Havelsee.de. Hauptberuflich ist Julia in der Energiebranche tätig, doch ihre Freizeit gehört der Heimat: Sie ist gerne auf Entdeckungstour und schreibt hier über das, was die Region bewegt. Dabei erzählt sie am liebsten die ganzen Geschichten hinter den bloßen Fakten. Auch ihre Hobbys – die Foto- und Videografie sowie das Programmieren – kommen der Seite zugute. Als im September 2024 die gedruckte MAZ verschwand, gründete sie kurzerhand die Zeitschrift „Zwischen Havel und See“. Das anfangs aus eigener Tasche finanzierte Projekt ist inzwischen zu einer gemeinschaftlichen Zeitungs-Initiative herangewachsen.
