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Havelsee im Rampenlicht: Ein Abend voller Natur, Geschichte und Emotionen im rbb-Heimatjournal

Es war ein Fernsehabend, auf den viele von uns in den vergangenen Tagen hingefiebert haben: Am gestrigen Samstagabend um 19:00 Uhr stand unsere schöne Stadt im Zentrum des rbb-„Heimatjournals“. Das beliebte Format, in dem die Moderatoren Ulrike Finck und Andreas Jacob im wöchentlichen Wechsel Entdeckungstouren durch Brandenburg und Berlin unternehmen, hat diesmal die wasser- und waldreiche Idylle rund um Pritzerbe, Fohrde, Briest, Hohenferchesar und Marzahne in wunderbaren Bildern eingefangen.

Wer gestern Abend mit dabei war, durfte eine halbe Stunde lang erleben, wie vielfältig und lebendig unsere Heimat ist. Für alle, die es verpasst haben (oder es einfach noch einmal lesen möchten), werfen wir hier einen Blick zurück auf die Highlights der Sendung.

Traditionen, tierische Abenteuer und Naturidylle

Die Sendung, moderiert von Ulrike Finck, startete mit einem echten Alleinstellungsmerkmal unserer Region: Die letzten Rohrweberei Deutschlands. Jenny und Wolfgang Wagner zeigten vor der Kamera, wie sie Chinaschilf anbauen und in liebevoller Handarbeit zu Matten verweben. Dass dieses alte Handwerk keineswegs nur ein Relikt der Vergangenheit ist, verdankt die Einrichtung auch dem großen Engagement von Julia Krueger. Sie haucht dem Traditionsbetrieb derzeit durch spannende Workshops, Veranstaltungen, eine neue Webseite und zukunftsweisende Initiativen ganz neues Leben ein. Mit ihrem aktuellen Förderprojekt „Die Rohrweberei im nachhaltigen Bau“ weckt sie die Produktion regelrecht aus dem Dornröschenschlaf und rückt das Schilfrohr als ökologischen, klimaschonenden Baustoff der Zukunft wieder stark in den Fokus. Diese gelungene Mischung aus gelebter Tradition und innovativen neuen Wegen zieht nicht nur deutschlandweit Bestellungen nach sich, sondern begeistert durch das kleine Museum und den „Schilferlebnissteg“ auch weiterhin unzählige Urlauber.

Tierisch und voller Vorfreude ging es beim Saisonstart auf dem Reiterhof von Annette Janeck weiter. Gemeinsam mit den aufgeregten Kindern des Ostercamps wurden die Pferde aus ihrem Winterquartier geholt und endlich wieder auf die grünen Weiden geführt – ein tolles Jubiläumsbild, denn den Hof mit seinem großartigen Freizeitangebot gibt es nun schon seit beachtlichen 20 Jahren.

Dass Havelsee ein Paradies für Naturliebhaber ist, wurde auch beim Abstecher zum Campingplatz in Hohenferchesar deutlich. Umgeben von Wasser bereiteten sich die Dauercamper dort auf die neue Saison vor und genossen das pure Naturerlebnis.

Um den Schutz dieser einzigartigen Natur ging es beim Projekt Havel – zurück zur Natur. Der NABU hat sich hier für die Renaturierung des größten Feuchtgebiets Mitteleuropas auf einer Strecke von 90 Kilometern eingesetzt. Wo früher begradigt wurde, wachsen heute wieder Auenwälder und restaurierte Ufer bieten über 1000 bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.

Die Villa Fohrde: Zukunft lernen und Gemeinschaft leben

Einen weiteren Stopp machte Ulrike Finck an einem ganz besonderen Ort unserer Gemeinde: der Villa Fohrde. Das idyllisch gelegene Denkmal ist weit mehr als nur ein schönes Gebäude. Als Bildungsstätte und Kultureinrichtung bringt sie Menschen zusammen. Die Moderatorin probierte direkt die Stationen der „Tour de Futur“ aus und lernte interaktiv Neues über Nachhaltigkeit. Gleichzeitig wurde spürbar, wie wichtig die Villa als Nachbarschaftstreff ist – ob beim gemeinsamen Backen am Pizzaofen, bei Konzerten oder beim Open-Air-Kino in lauen Sommernächten.

Unsere Internetstars – und eine ganz persönliche Reise

Ein Thema durfte in einer Sendung über Havelsee natürlich auf keinen Fall fehlen: unsere Fohrder Störche. Das Kamerateam blickte ausführlich auf unser seit 2017 bestehendes Webcam-Projekt, durch das nicht nur tausende Internetzuschauer, sondern auch viele Kitas und Schulen live bei der Aufzucht von Störchen, Eulen und Turmfalken dabei sein können. Besonders emotional wurde es noch einmal durch den Rückblick auf die kürzliche Auswilderung unseres Sorgenkinds Otto und seiner neuen Partnerin Jezebel.

Für mich als Autorin dieses Beitrags und Mitinitiatorin des Kamera-Projekts war dieser Teil der Sendung aus einem weiteren Grund ein sehr bewegender Moment. Fohrde, insbesondere aber Havelsee ist meine Heimat. Es ist der Ort, mit dem ich tief verwurzelt bin und an dem mein Herz hängt, auch wenn sich mein eigentlicher Wohn- und Lebensmittelpunkt mittlerweile im benachbarten Brandenburg an der Havel befindet.

Dass das rbb-Team neben den faszinierenden Naturaufnahmen auch den Raum fand, meine ganz persönliche Geschichte zu erzählen, hat mich sehr berührt. Mein Coming-out liegt noch gar nicht so lange zurück, und viele von euch werden sich sicher schon gewundert haben, warum hier auf Havelsee.de, bei Storchennest-Fohrde.de, in unserer Zeitung „Zwischen Havel und See“ sowie auf vielen Vereinsseiten und weiteren Webseiten, die ich betreue, auf einmal überall der Name Julia steht. Die Erklärung ist ganz einfach: Die Julia, die heute mit so viel Leidenschaft die Storchenkameras betreut und diese Zeilen für euch schreibt, hieß früher einmal Sebastian. Umso schöner und wärmer war es zu sehen, wie unaufgeregt, wertschätzend und selbstverständlich das „Heimatjournal“ auch diesen ganz aktuellen Lebenswechsel in das Porträt unserer vielfältigen Stadt eingeflochten hat.

Tipp: Wer die Sendung am Samstagabend verpasst hat oder sich die schönen Aufnahmen unserer Stadt noch einmal in Ruhe ansehen möchte, findet das komplette Video ab sofort kostenfrei in der ARD Mediathek, direkt auf der Webseite des rbb-Heimatjournals – oder ganz bequem von uns hier hochgeladen auf unserem YouTube-Kanal.

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Foto: Screenshot rbb-online.de

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