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Seelensdorf ist ein Gemeindeteil von Pritzerbe und gehört damit zur Stadt Havelsee. Seelensdorf hat eine lange Geschichte, die bis in die vorgeschichtliche Zeit zurückreicht. Archäologische Funde belegen, dass die Gegend schon in der mittleren Steinzeit bewohnt war. In Tacitus‘ Werk Germania wird die Region östlich der Elbe als Siedlungsgebiet des suebischen Stammes der Semnonen beschrieben. Später siedelten slawische Stämme in den Raum und die Reste der germanischen Bevölkerung gingen in der slawischen Mehrheitsbevölkerung auf.

Seelensdorf wurde erstmals als Selingestorp, Selingstorff im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 erwähnt. Zu dieser Zeit hatte das Dorf 26 Hufen, von denen 2 dem Pfarrer und 24 den Vollbauern gehörten. Es gab auch 6 Kossäten, und das gesamte Dorf gehörte Heine von Brösigke als Lehnen vom Bischof von Brandenburg. Im Jahr 1393 kam Seelensdorf in den Besitz des Domkapitels Brandenburg, aber es wurde vermutlich um 1400 aufgegeben und zwischenzeitlich zur Wüstung. Erst im Jahr 1541 wurde es wieder erwähnt, damals gab es lediglich eine Schäferei. Später wurde Seelensdorf als Vorwerk beschrieben.

Seit 1815 gehört Seelensdorf politisch zur preußischen Provinz Brandenburg und seit 1952 zum Landkreis Brandenburg. Der Ortsteil ist umgeben von Naturräumen wie dem Erlenbruchwald der Pritzerber Laake im Norden und dem Seelensdorfer Forst, einem in kirchlichem Besitz befindlichen Forstareal im Süden. Das gesamte Gebiet Seelensdorf ist Teil des Naturpark Westhavelland und des Landschaftsschutzgebietes Westhavelland.

Weitere wissenswerte Informationen sind zudem auf Wikipedia zu finden.

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