Ein Denkmal für den Wald und seinen Hüter: Robert Hinz
Im stillen Gedenken an einen Mann, der sein Leben dem Wald und dessen nachhaltiger Bewirtschaftung widmete, hat das Domstift Brandenburg einen Gedenkstein für den langjährigen Domstiftsforstmeister Robert Hinz im Seelensdorfer Wald gesetzt. „Am 7. April hätte Robert Hinz seinen 95. Geburtstag gefeiert“, erinnert das Domstift. Über drei Jahrzehnte prägte er die Geschicke des Domstiftswaldes und setzte sich mit Leidenschaft für dessen Entwicklung ein.
Geboren als Sohn eines Forstmannes in Wörmlitz bei Möckern, folgte Hinz den Spuren seines Vaters und absolvierte eine Forstlehre. Sein Weg führte ihn über die Forstfachschule in Ballenstedt bis hin zum Studium der Forstwirtschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und Eberswalde, anschließend war er von 1958 bis 1990 als Forstmeister in Seelensdorf tätig.
Das Domstift Brandenburg hebt hervor: „Sein Lebenswerk ist maßgeblich mit der nachhaltigen Entwicklung und Mehrung dieses ihm anvertrauten Waldbesitzes verbunden.“ Besonders erwähnenswert sind seine Initiativen wie die Einführung des Prinzips der Kiefernaturverjüngung im Jahr 1972 und die Errichtung des Sägewerks 1983 – beides mutige Entscheidungen, die bis heute nachwirken.
Neben seiner Tätigkeit im Wald war Hinz im Jahre 1964 auch Mitbegründer des Rotwildeinstandsgebietes Westhavelland und leitete von 1991 bis 1994 die Landesforstverwaltung. Für sein Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet. Auch im sozialen Bereich setzte er sich ein: 1959 initiierte er den Bau einer Wasserversorgungsanlage und einer Duschanlage für die Forstarbeiter.
In Anwesenheit von Wegbegleitern, Seelensdorfern und seiner Familie wurde ihm zu Ehren ein Gedenkstein gewidmet. „In „seinem“ Wald wurde Robert Hinz ein Gedenkstein gesetzt“, berichtet das Domstift. Ein symbolisches Zeichen, das die Erinnerung an einen großen Forstmann bewahrt, der mit 92 Jahren von uns ging, aber durch sein Wirken im Wald weiterlebt.
Foto: Domstiftsforstmeister Friedrich Hinz bei der Einweihung des Gedenksteins für Robert Hinz im Seelensdorfer Wald, Foto: Domstift Brandenburg

Julia Mahlow
Julia ist die Gründerin von Havelsee.de. Alles begann am 3. August 2007 unter dem Namen Stadt-Havelsee.de. Hauptberuflich ist Julia in der Energiebranche tätig, doch ihre Freizeit gehört der Heimat: Sie ist gerne auf Entdeckungstour und schreibt hier über das, was die Region bewegt. Dabei erzählt sie am liebsten die ganzen Geschichten hinter den bloßen Fakten. Auch ihre Hobbys – die Foto- und Videografie sowie das Programmieren – kommen der Seite zugute. Als im September 2024 die gedruckte MAZ verschwand, gründete sie kurzerhand die Zeitschrift „Zwischen Havel und See“. Das anfangs aus eigener Tasche finanzierte Projekt ist inzwischen zu einer gemeinschaftlichen Zeitungs-Initiative herangewachsen.